IL TROVATORE Oper von Giuseppe Verdi. In deutscher Sprache mit deutschen und französischen Übertiteln. Premiere Sonntag, 6. September 2020, 18:00 Uhr | Großes Haus.

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Il Conte di Luna Peter Schöne
Leonora Pauliina Linnosaari/Olga Shurshina/Valda Wilson
Azucena
Judith Braun
Manrico
Angelos Samartzis
Ferrando
Hiroshi Matsui/Markus Jaursch
Inez Carmen Seibel
Ruiz/Un messo
Algirdas Drevinskas/Sung min Song

Opernchor des Saarländischen Staatstheaters
Saarländisches Staatsorchester
Statisterie

Musikalische Leitung Sébastien Rouland
Inszenierung Tomo Sugao

Mit Giuseppe Verdis »Il Trovatore« eröffnet das Saarländische Staatstheater am ersten Sonntag im September die Spielzeit 2020/2021 im Großen Haus. Die Corona-Pandemie hat die Theaterwelt auf den Kopf gestellt – Abstand halten ist das Gebot der Stunde: Und so zieht sich der »Trovatore« am Staatstheater aus der chorischen Opulenz auf das Innenleben der Figuren, den Bruderzwist im Politischen wie im Persönlichen zwischen Graf Luna und dem Troubadour Manrico, zurück – und dies wird nicht minder spannend. Verdis Kaleidoskop suggestiver Bilder voll hinreißender Musik und vokaler Brillanz garantiert Gänsehautmomente.

Il Trovatore

Musikdramaturgin Renate Liedtke hat sich vorab mit Regisseur Tomo Sugao und Generalmusikdirektor Sébastien Rouland unterhalten:

Mit »Il Trovatore« wird die kommende Theatersaison am Saarländischen Staatstheater eröffnet. Die Corona-Pandemie hat vieles verändert – auch das ursprüngliche Konzept. Abstandhalten ist das Gebot. Wie seid ihr damit umgegangen? Alles neu gedacht?

Tomo Sugao: Ja, neu gedacht schon, aber ein Bestandteil unseres Konzepts war ohnehin das Thema Abstand bzw. Ausgrenzung. Azucena wird von der Gesellschaft ausgegrenzt, man nimmt Abstand von ihr. Sie spielt eine ganz wichtige Rolle. Es ist leider ein aktuelles Thema, wie wir mit dem, was uns fremd ist, umgehen. Wir erzählen die Geschichte aus der Perspektive Azucenas, wir blicken durch ihre Augen. Ich finde es eigentlich schön, dass wir gezwungen sind, neu zu denken, es ist durchaus eine Chance, das ist spannend.

Das Thema Abgrenzung, Isolation, schlägt sich auch im Bühnenbild nieder. Kannst du schon verraten, wie das Bühnenbild aussehen wird?

Tomo Sugao: Wir haben sieben Türme, Räume, die einzelnen Figuren zugeordnet sind. So ergibt sich der Abstand von selbst. Diese Räume sind sehr verwandlungsfähig – durch die Drehscheibe – und sie bewegen sich auch selbst. So entstehen immer wieder neue Situationen.

Es ist eine Oper voller Leidenschaften, wie können intime Szenen in dieser Version funktionieren?

Tomo Sugao: Mit Abstand und stilisiert, aber man weiß, was da gemeint ist. Ich komme aus Japan, und wir sind es gewohnt, Geschichten stilisiert zu erzählen. Also Kabuki (traditionelles japanisches Theater) ist wirklich total stilisiert. Man muss eine Sprache finden.

»Il trovatore« lebt durch die Musik. Unter den aktuellen Abstandsregeln ist das volle Orchester im Orchestergraben nicht denkbar. Wie wird die Version für das Staatstheater sein?

Sébastien Rouland: Wir werden mit einer kleineren Orchesterbesetzung spielen. Fast kammermusikalisch. Ich finde es spannend, dass es auch anders klingen kann. Vielleicht kommt das sogar dem nahe, was Verdi wollte, der immer wieder ausgefeilte kammermusikalische Deutungsvorschläge gab. Ich glaube, das Uraufführungstheater war auch nicht so riesig.
Wir erwarten heute immer ein mächtiges Orchester und große dramatische Stimmen. Mir scheint es sehr interessant, dass wir mit weniger dramatischen Stimmen arbeiten und dann mit einem durchsichtigeren Orchesterklang.  Es wird keine einzige Note weniger gespielt werden und jede Melodie erklingt, wie es sich das Publikum ersehnt. Wir hören vielleicht sogar ein bisschen mehr die Subtilität der Partitur, und es gibt mehr Möglichkeiten für Rubato und für mehr Flexibilität.

Tomo Sugao: Für mich ist es ein Gewinn, dass wir diese Oper sehr intim auf der Bühne entwickeln können und nicht so episch bombastisch. Das steckt aber auch so im Stück drin.

Il Trovatore
Troubadour Kostümfigurinen ©Carola Volles

Premiere
Sonntag, 6. September 2020
18:00 Uhr, Großes Haus

Weitere Vorstellungen
Freitag, 11. September 2020, 19:30 Uhr
Sonntag, 13. September 2020, 18:00 Uhr
Donnerstag, 17. September 2020, 19:30 Uhr
Samstag, 19. September 2020, 19:30 Uhr
Freitag, 25. September 2020, 19:30 Uhr
Freitag, 2. Oktober 2020, 19:30 Uhr
Freitag, 9. Oktober 2020, 19:30 Uhr

Weitere Vorstellungstermine in Planung.


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Telmora Novakov
Telmora Novakov

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Telmora Novakov keeps up with the news for Opera Gazet. At the urgent request of the editor-in-chief, she has put the separation of facts and opinions completely behind her.

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